Erinnern gegen das Vergessen! Das Namensziegelprojekt im Jahrgang 9

Am 19. Februar 2026 machte sich fast der ganze 9. Jahrgang der Hanseschule auf den Weg zum Soldatenfriedhof in Hörsten, der sich ganz in der Nähe der Gedenkstätte Bergen Belsen befindet. Dort legten wir 58 in der Schule hergestellte Namensziegel nieder, die an die hier während des Zweiten Weltkriegs anonym in Massengräbern bestatteten Kriegsgefangenen erinnern sollen. Auf jedem Ziegel stehen der Name sowie das Geburts- und Sterbedatum eines Kriegsgefangenen. Zuvor haben wir uns im Geschichtsunterricht und mit Hilfe des Volksbundes Kriegsgräberfürsorge intensiv mit einzelnen Kriegsgefangenenschicksalen auseinandergesetzt.

Die Gedenkveranstaltung auf dem Friedhof wurde von der 84-jährigen Elke von Meding geleitet. Mit einfühlsamen Worten erinnerte sie uns daran, wie wichtig es ist, die Geschichten hinter den Namen nicht zu vergessen. Gerade in dieser Zeit, in der Krieg für viele Menschen wieder zum Alltag gehört, machten uns ihre Worte nachdenklich. Alle Klassen besuchten zudem die Gedenkstätte Bergen Belsen und nahmen an einer Führung teil. Diese Art von Geschichtsunterricht in der Kälte bei -12°C, direkt an einem historischen Ort und verbunden mit echten Schicksalen berührte viele Teilnehmende. Das ganze Projekt und dieser Ausflug haben uns deutlich gemacht, wie wichtig das Erinnern ist!

Wir danken an dieser Stelle auch dem Förderverein der Hanseschule, der die Fahrt mit 3 Euro pro Teilnehmer unterstützt hat.